Scrum, Kanban und OKRs so einführen, dass sie wirken.
Methoden allein reichen nicht. Was entscheidend ist, damit agile Formate im Teamalltag verankert werden.

Ein Framework einzuführen dauert eine Woche. Es zum Laufen zu bringen dauert ein halbes Jahr. Der Unterschied liegt nicht in der Methode, sondern darin, ob Teams verstehen, welches Problem das Format für sie löst.
Mit dem Problem starten, nicht mit dem Framework
„Wir machen jetzt Scrum“ ist keine Zielsetzung. „Wir wollen alle zwei Wochen etwas Fertiges zeigen können“ schon. Aus dem Problem ergibt sich fast immer die passende Methode.
Unklare Prioritäten und viel Parallelarbeit? Kanban mit WIP-Limits. Unklare Richtung über Quartale hinweg? OKRs. Fehlende Lieferrhythmen und späte Feedbackschleifen? Scrum.
Wann welches Format passt
Kombinationen sind normal: Kanban im Betrieb, Scrum in der Entwicklung, OKRs als gemeinsame Klammer.
- Scrum: planbare Produktentwicklung mit einem stabilen Team und wiederkehrendem Lieferrhythmus.
- Kanban: kontinuierlicher Fluss, viel Unvorhergesehenes, Support- und Betriebsanteile.
- OKRs: Ausrichtung über Teams hinweg, wenn viele gute Ideen um dieselben Kapazitäten konkurrieren.
Die Einführung selbst
Ich starte mit einem Pilotteam, das sichtbar Erfolg haben kann, und begleite es intensiv – im Alltag, nicht nur im Training. Nach acht bis zwölf Wochen gibt es eine ehrliche Auswertung: Was hat gewirkt, was war Theater?
Erst danach wird ausgerollt, und zwar mit den Erfahrungen des Pilotteams als Argument. Das überzeugt deutlich mehr als jede Folienvorlage.
Woran man erkennt, dass es wirkt
- Das Team spricht in Ergebnissen statt in Aktivitäten.
- Retrospektiven führen zu Änderungen, nicht nur zu Listen.
- Prioritäten sind ohne Rückfrage beim Management sichtbar.
- Termine werden früher realistisch – nicht später wahr.



